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25. SchlagzeugwanderungReisebericht vom 16.06.2022

Bereits zum fünfundzwanzigsten Mal trafen sich an Fronleichnam frühmorgens die Schlagwerker der Feldmusik Baar am Bahnhof Baar. Vor 25 Jahren lancierten Wädi Müller und Alois Ohnsorg die erste Schlagzeugwanderung. Seither haben sich Jahr für Jahr mehr Schlagzeuger, Tambouren, Ehrendamen, Fähnrich und Gäste für eine Wanderung zusammengefunden. Die diesjährige Schlagzeugwanderung ist auch gleichzeitig die letzte von Wädi organisierte Wandertour. Die Nachfolger Dominik Moos und Jerôme Heller freuen sich schon gespannt auf die neue Aufgabe.

Dieses Jahr ging es nicht ins schöne Urnerland, sondern über die voralpinen Höhronen bis zum Raten-Pass. Bereits gut gelaunt trafen sich insgesamt dreizehn Wanderer am frühen Morgen am Bahnhof Baar. Die Zumbach-Kaffees wurden schnell getrunken und erste Sprüche geklopft.Per Interregio und S-Bahn ging die Reise nach Schindellegi. Nach dem Ausstieg ging es dann ziemlich schnell steil hinauf. Nach einem stündigen Aufstieg kam der Wunsch nach dem ersten «Einkehren» auf. Die berühmten Kaffee-Stopps dürfen natürlich auf keiner Schlagzeugwanderung fehlen.

Auf dem Rossberg kehrten wir das erste Mal ein und wurden fast vom starken Wind verblasen. Trotzdem gab es Bier, Kaffee und feine Nussgipfel, bevor es weiter Richtung Dreiländerspitz ging. Unser Fähnrich Hubi trug den obligaten Gipfelwein bei sich und so gab es eine verdiente Stärkung am Ort, wo sich die Kantone Zug, Zürich und Schwyz treffen. Der höchste Punkt der Wanderung wurde aber noch nicht erreicht. Dieser hiess Wildspitz und darf nicht mit dem Wildspitz am Ende des Zugerbergs verwechselt werden. Da der Wildspitz einen Umweg auf unserer Wanderung darstellte, ging es ein Stück weit denselben Weg zurück Richtung Gottschalkenberg. Zuerst aber ging es im Wald an einigen nur Wädi bekannten Bächen vorbei zu unserem Mittagsplätzchen. Das Zmittag aus dem Rucksack gehört, wie Wädi selbst, zur Schlagzeugwanderung dazu. Ebenfalls gab es noch einen Gutsch übrigen Gipfelwein und einen Einblick in die berühmte Gemüsebox von Hubi. Nach der Stärkung ging es nochmals auf der Hügelkette weiter Richtung Gottschalkenberg, wo wir bei der Aussichtsplattform Bellevue mit einer traumhaften Aussicht belohnt wurden. An der prallen Sonne hielten wir es nicht allzu lange aus und in der Ferne winkten schon die Fahnen der Gaststätte zu Gottschalkenberg einladend. Dort angekommen gönnten sich alle einen wohlverdienten Coup samt Bier. Janine und Jerôme vergnügten sich beim Abmarsch noch am Spielplatz und die letzte Etappe Richtung Ratenpass wurde angetreten.

Mit dem Bus fuhren wir via Oberägeri, Allenwinden und Talacher zur letzten Station unserer Wanderung. Das Ziel war einmal mehr der Hof Geissbühl wo wir von Eugen und Vreni sowie der Familie Schelbert mit kühlem Bier und Apéro empfangen wurden. An dieser Stelle einen herzlichen Dank für die Verpflegung und das Gastrecht! Wädi hat auf seiner letzten von ihm organisierten Schlagzeugwanderung einige ehemalige Gäste eingeladen, welche schrittweise eintrudelten. Eine obligatorische Ansprache durch Wädi durfte keineswegs fehlen.

Nach dem Essen schlichen sich die Tambouren von Wädi unbemerkt hinaus und bekleideten sich mit ihren Trommeln. Mit einem Ständchen und einem Geschenkkorb mit wädi-typischen Gegenständen samt kleinem Sprüchli wurde Wädi verabschiedet. Ein sichtlich gerührter Wädi dankte allen anwesenden Gästen. Darunter auch das Ehepaar Affentranger, welches über Jahre die hungrigen und durstigen Schlagzeuger im Riethüsli mit brunnengekühltem Bier verköstigte.

Unterdessen wurde es bereits Abend und die Temperaturen wurden angenehmer. Für 40 Jahre aktives Mitmusizieren in der Feldmusik Baar wurde Wädi mit einem Betrag belohnt. Dieser Betrag investierte Wädi in ein Buch mit Impressionen und Anekdoten vergangener Schlagzeugwanderungen. Sehr zu empfehlen.

Am Schluss bleibt uns nur Wädi für all die Jahre zu danken! Seine kollegiale Art und die zuverlässige minuziöse Organisation der Wanderung wurde sehr geschätzt. «Wie hed er’s gmacht? PRIMA, USGEZEICHNET, POTZVERRECKTE CHEIB!»

An der Wanderung teilgenommen haben: Wädi Müller, Janine van Uffelen, Levin Studer, Jerôme Heller, Dominik Moos, Alex Andermatt, Céline Blöchlinger, Michi Schelbert, Hubi Tanner, Daniela Maurer, Sabine Müller und die beiden Gäste Patricia von Rotz und Karin Schuler

Jerôme Heller

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